Die Fußfälle zum Bleidenberg
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Fußfallstation

Bereits im 15. Jh. kam dem schmalen steilen Fußweg, der auf einer Länge von 800m eine Höhe von ca. 180m überwindet, eine besondere religiöse Bedeutung zu: Nach einer Erscheinung des Erzengels Michael wurde in etwa halber Höhe des Alkener Bleidenbergs die Michaelskapelle errichtet. Die sieben Stationen wurden zwischen 1662 und 1665 unter Pfarrer Matthiä angelegt und von wohlhabenden Bürgern aus Alken gestiftet. Nach dem Verbot der Wallfahrten 1803 verfielen die Stationen, bis sie vor wenigen Jahren in Eigeninitiative wieder hergerichtet wurden.
Die Tuffreliefs wurden von Otmar Becker aus Bernkastel-Kues unter Verwendung einiger originaler Teile konzipiert und ausgeführt. Nach seinem Tod 2003 führte Rudolf Schneider aus Altenahr-Kreuzberg das Relief des "Judas-Kuss" nach Beckers Entwurf aus. Ikonografisch wurden bei den Reliefs barocke Bildelemente mit dem vielfigurigen Darstellungskanon des 19. Jahrhunderts verschmolzen.*

   
Wanderer
Wanderer auf dem steilen Weg der "Fußfälle". Für diesen Auf- oder Abstieg ist unbedingt festes Schuhwerk erforderlich.
   
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  * Christiane Hicking in: Der Bleidenberg und seine Umgebung, Hrsg.: "Gremium zur Restaurierung der Bleidenbergkirche" des Kirchenchors "Cäcilia", Oberfell 2004, S. 25